Huc
oculos Petrina pie converte iuventus
Laudatosque viros hosce sequare
duces
Hierher, petrinische Jugend, die Augen voll Achtung nun wende, und
eifere nach diesen hochgepriesenen Männern.
(Gedenktafel an der Nordwand der Nikolaikirche, der ehemaligen
Gymnasialkirche)
Progymnasium
Johann Suibert Seibertz,
geb. 1788 in Brilon, Schüler des Progymnasiums bis 1802,
Studium der Rechtswissenschaft, Patrimonialrichter, Justizamtmann in
Brilon, Rat beim Land- und Stadtgericht in Arnsberg. Er gilt als
"Nestor der westfälischen Historiographie". Seine wichtigste
Publikation war "Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogtums
Westfalen". Die Universität Bonn verlieh ihm die
Doktorwürde beider Rechte, die Universität Leipzig
die philosophische Doktorwürde. Der Ehrenbürger der
Stadt Brilon starb 1871 in Arnsberg.
Josef Franz Hillebrand, geb. 1813 in Brilon, Priester der (Erz)diözese Paderborn, bekannt geworden vor allem als wortgewaltiger Volksmissionar in der Diözese Paderborn, gest. 1887 in Brilon.
Engelbert Seibertz, geb. 1813 in Brilon, Sohn von Johann Suibert Seibertz, im 19. Jhdt. bekannter Porträt- und Historienmaler, tätig vor allem in München und Prag, gest. 1905 in Arnsberg.
Eduard Pape, geb. 1816 in Brilon, Studium der Rechtswissenschaft in Bonn und Berlin, höchstes Richteramt in Deutschland: Präsident des Bundesoberhandelsgerichts (später Reichsoberhandelsgericht in Leipzig), Vorsitzender der Kommission zur Ausarbeitung eines Bürgerlichen Gesetzbuches. Die Universität Breslau verlieh ihm die Doktorwürde der Rechtswissenschaft. Er war Ehrenbürger der Städte Leipzig und Brilon.
Franz Heinrich Reusch, geb. 1825 in Brilon, Priester der Erzdiözese Köln, Professor der alttestamentlichen Exegese in Bonn, 1871 - 1878 führendes Mitglied (Generalvikar) der altkatholischen Kirche und Pfarrer der altkatholischen Gemeinde in Bonn, gest. 1900 in Bonn.
die drei Verfasser des "Sursum corda" (1874), des ersten Gesangbuches im Bistum Paderborn:
Joseph Kleinschmidt, geb. 1819 in Brilon, auf dem Progymnasium bis 1837, gest. als Pfarrer in Warburg Peter Soemer, geb. 1832 in Elspe, Krs Olpe, Schüler des Progymnasiums 1851 - 52, gest. 1902 als Vikar in Büderich Ferdinand Wacker, geb. 1834 in Rhonard Krs. Olpe, Schüler des Progymnasiums 1848 -50, gest. 1911 als Pfarrer in Wünnenberg
Gymnasium
Friedrich Wilhelm Helle, geb. 1834 in Bökenförde, Abitur am Petrinum 1860, Studium der Philologie, Promotion in Wien, als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen, Hauptwerk "Jesus Messias, Eine christologische Epopöe", gest. 1901 in München.
Wilhelm Killing, geb. 1847 in Burbach/Siegerland, Abitur am Petrinum 1865, Promotion in Mathematik, Professur in Braunsberg und Münster, 1900 Preisträger der Lobatschewsky-Gesellschaft für die beste Arbeit auf dem Gebiete der nicht-euklisdischen Geometrie, Standardwerk "Grundlagen der Geometrie", gest. 1923 in Münster.
Wilhelm Hohoff, geb. 1848 in Medebach, Abitur 1866, Priester der Diözese Paderborn; Als Privatgelehrter forderte er in einer Vielzahl von Veröffentlichungen einen "christlichen Sozialismus" als Grundlage christlichen Handelns; gest. 1923 in Paderborn.
Anton Hillebrand, geb. 1859 in Brilon, Abitur 1881, Priester und Missionar im Staat Oregon (USA), 1910 Generalvikar der Diözese Oregon und päpstlicher Protonotar mit dem Recht, bei feierlichen Gottesdiensten die Mitra tragen zu dürfen; bemühte sich in besonderer Weise, die Einwanderer aus den verschiedensten Völkern und Volksgruppen zu einer einheitlichen Gemeinde zu formen; gest. 1940 in Oregon City.
Franz Hillebrand, geb. 1874 in Brilon, Abitur 1896, Pfarrer und Dechant in Castrop-Rauxel / Ickern, setzte sich besonders während der Herrschaft des Nationalsozialismus bes. für die ausländischen Arbeiter, vor allem auch für die in der 1. Hälfte des 20. Jhdts. zugezogenen Bergleute, ein; gest. 1943 in Castrop-Rauxel.
Wilhelm Weskamm, geb.1891 in Helsen (Arolsen), Abitur 1909, Weihbischof von Paderborn (1949 - 1951), Bischof von Berlin (1951 - 1956), verstand sich selbst in erster Linie als Seelsorger; besonderes Anliegen als Bischof: liturgische Erneuerung und ökumenische Verständigung; gest. 1956 in Berlin.
Heinrich Lübke, geb. 1894 in Enkhausen (Sundern), Abitur 1913, Landwirtschaftsminister des Landes Nordrhein - Westfalen (1947 - 1952), Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (1953 - 1959), Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland (1959 - 1969); verstand sich in allen seinen Ämtern in erster Linie als Anwalt und Präsident der „kleinen Leute“; gest. 1972 in Bonn.
Hugo Lassalle, geb. 1898 in Nieheim, Abitur 1918, Jesuit, Missionar und Superior der Jesuiten in Japan, 1940 - 1959 Pfarrer in Hiroshima und Generalvikar des Bischofs; besonderes Anliegen: Vertiefung und Erneuerung christlicher Spiritualität durch Übernahme buddhistischer Meditationsformen („Zenbuddhismus“); gest. 1990 in Münster.
Franz Hengsbach, geb.1910 in Velmede, Schüler des Petrinums 1925 - 1926, Weihbischof in Paderborn (1953-1957), Gründungsbischof des Ruhrbistums Essen (1957), Kardinalswürde (1988), gest. 1991