Mit diesen und anderen wichtigen und interessanten Themen setzen wir uns im Pädagogikunterricht auseinander.
Das Fach Pädagogik gehört zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld und wird nur in der Oberstufe unterrichtet. Es kann ab der 10. Klasse (Einführungsphase) gewählt und in den Jahrgangsstufen 11 und 12 (Qualifikationsphase) als Grund- oder Leistungskurs fortgeführt werden.
Dem Leitbild des Petrinums entsprechend, verfolgt der Unterricht im Fach Pädagogik das übergeordnete Ziel, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die sie zu einer bewussten und selbstbestimmten Lebensführung in sozialer Verantwortung befähigen sollen. Vor dem Hintergrund einer ganzheitlich ausgerichteten humanistischen Erziehung, die durch eine fürsorgliche, fördernde, aber auch fordernde Lernkultur geprägt ist, stehen die Wertschätzung der eigenen Person, die Achtung der Andersartigkeit der Mitmenschen, der Einsatz für den Frieden und der gewissenhafte Umgang mit der Umwelt im Vordergrund.
Fachspezifisch geht es im Pädagogikunterricht um die kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit der Erziehungswirklichkeit: Erziehungsprozesse werden aus verschiedenen Perspektiven beschrieben, analysiert, reflektiert, beurteilt und diskutiert. Dabei werden auch andere wissenschaftliche Disziplinen, wie z.B. Psychologie, Soziologie und Philosophie, sowie fachübergreifende Fragestellungen einbezogen.
Die dabei zu erwerbenden Teilkompetenzen lassen sich in zwei große Bereich unterteilen:
Wie alle Fächer der gymnasialen Oberstufe hat auch das Fach Pädagogik den Anspruch, wissenschaftspropädeutisch zu arbeiten. Dazu gehört es, aufbauend auf dem Allgemeinwissen der Schülerinnen und Schüler systematisch fachliches Grundlagenwissen zu vermitteln und zu vertiefen. Um ein zunehmend selbständiges Lernen und Arbeiten zu ermöglichen, werden von Anfang an grundlegende wissenschaftliche Erkenntnis- und Verfahrensweisen schrittweise erarbeitet. Dabei erfordern die Inhalte die Fähigkeit, problem- und prozessbezogen zu denken, sachgemäß zu argumentieren, historische Bezüge und Relativität zu erkennen, grundlegende wissenschaftstheoretische und philosophische Fragestellungen und Deutungen der Wirklichkeit zu verstehen und zu reflektieren.
Die Möglichkeit zum selbständigen Lernen und Arbeiten soll Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit bieten, ihre individuellen Fähigkeiten zu entdecken und zu erproben, persönliche Talente und Interessen kreativ und produktiv zu entfalten und ihre Urteils- und Handlungsfähigkeiten zu entwickeln. Gleichsam kommt der Entwicklung sozialer Kompetenzen, verbunden mit der Ausbildung einer demokratischen, kooperativen und emanzipierten Grundhaltung, eine besondere Bedeutung zu. Dabei spielt auch die Förderung von Toleranz, Dialogbereitschaft und Kommunikationsfähigkeit eine wichtige Rolle.
Da die Erziehungswissenschaft durch einen unauflösbaren Zusammenhang von Theorie und Praxis gekennzeichnet ist, nimmt die Handlungspropädeutik im Unterricht einen hohen Stellenwert ein. Neben pädagogischen Exkursionen und Expertenbefragungen fungieren Pädagogikschülerinnen und –schüler des Petrinums z.B. auch häufig als Paten für fünfte Klassen oder übernehmen die Kinderbetreuung am Tag der Offenen Tür.
Vorgaben für das Zentralabitur
Übersicht über die Unterrichtsinhalte im Fach Erziehungswissenschaften