Italienisch wird am Gymnasium Petrinum Brilon seit 1988 in den Jahrgangsstufen 11 bis 13 in regulären dreistündigen Wochenkursen unterrichtet. Zurzeit ist die Ablegung der Abiturprüfung nicht möglich.
Das Fach erfreut sich großer Beliebtheit, weil es sowohl für Haupt- und Realschulabgänger als auch für die originären Schüler des Petrinums entsprechende Angebote bereit hält. Suchen erstere mit Hilfe des Italienischen vor allem die Bedingungen der zweiten Fremdsprache im Abitur abzudecken, dient es den anderen vor allem ihre Wünsche in Bezug auf eine dritte Fremdsprache zu erfüllen.
In der Vergangenheit fand ein jährlicher Schüleraustausch mit dem Liceo Pigafetta in Vicenza statt, der jedoch wegen des Ausscheidens unserer Kontaktperson aus dem Dienst eingestellt werden musste.
Zurzeit wird versucht neue Kontakte anzubahnen.
Italienisch ist eine Fremdsprache, die den Lernenden durch ihre Klangfülle ebenso fasziniert wie durch ihre klare, logische Struktur. In Verbindung mit einer eindeutigen Transkription ist ein rascher, den Lernenden befriedigender Lernprozess möglich.
Italienisch ist eine der bedeutendsten Kultursprachen Europas und hat in der Geschichte, auf sprachlicher und sonstiger kultureller Ebene, von der Renaissance bis ins zwanzigste Jahrhundert, mannigfaltige Berührungspunkte mit dem deutschsprachigen Raum entwickelt. Von größter Bedeutung sind diese Einflüsse auf dem Gebiet von Literatur, Musik und Architektur.
Ein weiterer enger Kontakt mit Italienern und italienischer Lebensart ergab sich in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, als Italiener als sogenannte Gastarbeiter in nicht unbeträchtlicher Anzahl nach Deutschland einwanderten und die allgemeine Lebenswirklichkeit unwiderruflich beeinflussten.
Heute sind diese Einwanderer integrierter Bestandteil unseres Landes und tragen gleichwohl durch ihre Verbindung mit dem Mutterland zur kulturellen Vielfalt Deutschlands bei.
Mit dem Erlernen des Italienischen als Fremdsprache verbindet sich der Erwerb der geforderten interkulturellen Kompetenz, die Einsicht in die Notwendigkeit von Toleranz, das Erleben eines fantastischen Kulturraums.