Aufgaben und Ziele des Faches
Innerhalb des allgemeinen Bildungsauftrags des Gymnasiums zielt das Fach Erdkunde speziell darauf ab, raumbezogene Handlungskompetenz zu vermitteln. Es will den Schülerinnen und Schülern helfen, ihre nahe und ferne räumliche Umwelt zu verstehen und selbstbestimmt und solidarisch an ihrer Erhaltung und Entwicklung mitzuarbeiten Um sie zu dieser Mitgestaltung zu befähigen, sichert ihnen das Fach Erdkunde das für den Einzelnen und die Gesellschaft notwendige Wissen über das räumliche Gefüge und die unterschiedlichen Prozesse, die es bestimmen und formen. Topographisches Grundwissen ist dabei eine notwendige Voraussetzung, die geschaffen werden muss, um an dieses Orientierungsnetz vertiefte Einsichten in räumliche Einzelstrukturen knüpfen zu können, die für die angestrebte Handlungskompetenz unerlässlich sind. In der Sekundarstufe II wird diese Handlungskompetenz erweitert, indem vor allem Raumnutzungskonkurrenzen betrachtet und gangbare Wege zur Vermeidung und Bewältigung von Konflikten aus Ressourcen- und Flächenverbrauch erörtert werden Dabei gewinnt die globale Dimension zunehmend an Bedeutung, da die Globalisierung als bestimmender Prozess unserer Zeit sowohl Chancen als auch Risiken für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen bereithält. Eine weitere zentrale Fragestellung bezieht sich auf die Disparitäten zwischen den verschiedenen Regionen der Erde und innerhalb dieser Regionen. Das Zusammenleben unterschiedlicher Gesellschaften und Kulturen bekommt zunehmend Bedeutung für die Zukunft. Ein friedliches Miteinander im Sinne globaler Nachbarschaft kann nur gelingen auf der Basis mehrperspektivischer, nicht nur eurozentrischer Informationen über die Hintergründe und Entstehungszusammenhänge anderer Kulturen.
Studierfähigkeit und vertiefte Allgemeinbildung sind also nicht denkbar ohne einen Grundbestand an fachlichen Kenntnissen und Erkenntnissen, doch reicht dieses Sachwissen nicht aus. Denn Bildung umfasst nicht nur Wissen, sondern auch Können, ist nicht nur Wissenserwerb, sondern auch Kompetenzerwerb. Deshalb muss die kognitive Bildung einhergehen mit einer formalen Bildung im Sinne von Methodenkompetenz sowie Systematisierungs- und Reflexionsfähigkeit in Bezug auf fachwissenschaftliche Methoden und Formen selbständigen Arbeitens. Erst der Erwerb solcher Kompetenzen ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, eine durch Wissenschaft geprägte Lebenswirklichkeit zu erschließen und selbstbestimmt und solidarisch an deren Gestaltung mitzuwirken.
Das Fach an unserer Schule
Das Fach Erdkunde wird am Gymnasium Petrinum in den Klassen 5, 8 und 9 sowie in Grund- und Leistungskursen der Sekundarstufe II unterrichtet.
Neben den durch die Lehrpläne vorgegebenen Themen wird hier immer auch das aktuelle Tagesgeschehen in den Unterricht einbezogen, beispielsweise die Flutkatastrophe in Japan verbunden mit der Debatte über die Nutzung von Ressourcen im Hinblick auf die Energieversorgung.
Das Erreichen der fachlichen und methodischen Ziele des Faches wird in besonderem Maße durch den Einsatz neuer Medien und Außerschulische Lernorte unterstützt:
Einsatz neuer Medien:
Außerschulische Lernorte
Außerhalb des Erdkunde-Fachraums lernen die Schüler beispielsweise